Samstag, 3. Oktober 2015

Geduld, Geduld mein Kind...

Wie ich dieses vielsagende Wörtchen gehasst habe! Schon immer!

Seit ich denken kann, war ich ein Meister der Ungeduld! Nichts konnte schnell genug fertig und erledigt sein, alles hat immer viel zu lange gedauert, die Monate, Wochen, Tage, Stunden... ach! was sag´ ich, die Minuten und Sekunden schlichen nur so vor sich hin, dass man ihnen beim Kriechen schon fast hätte die Schuhe besohlen können, wenn sie denn welche gehabt hätten...

Ich war nie der Planer, der alles dezidiert vorbereitet hat. Nein, ich war immer schon der Macher! Wenn ich mir einmal etwas in den Kopf setzte, dann wurde es einfach umgesetzt. So unter dem "Try & Fail and nochmal Try" - Motto. Mein Papa sagte da immer "Typisch! Immer musst du mit dem Kopf durch die Wand, mit deinem Dickschädel!"

Soll ich euch mal etwas verraten? Meine große Schwester war da immer das komplette Gegenteil von mir und so suchte und fand ich wohl die Niesche, die nicht besetzt war, und fühlte mich mit meinem aufsässigen Dickkopf pudelwohl in der Rolle des Außenseiters, derjenigen, die alles anders machte, der Fisch, der grundsätzlich in die andere Richtung schwimmen musste, egal, ob der Strom dann in eine Sackgasse führte, oder einfach nur ein Umweg war. Es gehörte einfach so. Bei meiner Schwester war immer alles hochgelobt perfekt und von mir wurde irgendwie einfach erwartet, "dass aus dem Kind nix werden wird". Vielleicht prägt genau das eine gewisse Unruhe und Unsicherheit im Leben und holt dich immer wieder auf den Teppich, bevor du auch nur einen Zentimeter vom Boden abzuheben drohst.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mich nie als Looser gefühlt habe. Ganz im Gegenteil! Ich hatte eine wunderbare Kindheit, von der ich vielleicht heute noch zehre und vielleicht auch deshalb nie aufgehört habe zu träumen! Es fühlte sich damals schon immer so an, als sei alles im Leben möglich! Du musst es nur dolle genug wollen, dann schaffst du alles! Und wenn ich sage alles, dann meine ich auch alles! Es ist nur eine Frage der Zeit... Klar kamen auch Zeiten und (pupertäre) Phasen, die dann weniger gut waren und gerade in dieser Zeit meinte mein Papa mich mit dem immer wieder ätzenden Spruch "wer weiß, wozu es gut ist/war" aufmuntern zu wollen! Wie habe ich das gehasst! Wie habe ich diesen dämlichen Spruch gehasst!

Und wie sehr müssen nun meine Kinder diesen Spruch hassen ;) Mein Papa hatte einfach Recht! Und genau dieser verhasste Spruch ist mittlerweile zu meinem Lebensmotto geworden. Was nützt es, sich über Dinge aufzuregen, die du ohnehin nicht ändern kannst... vielleicht führt dich ja gerade diese Situation in eine vollkommen andere Richtung, wo sich dann plötzlich Türchen öffnen (und ich meine jetzt nicht die Adventkalendertürchen! Ja, lange dauert´s nicht mehr!) von denen du im Leben nicht geahnt hast, dass sie da sind, geschweige denn was sich dahinter verbirgt! Das Leben kann so voller Überraschungen sein, so spannend und so schön!

So zum Beispiel komme ich seit Ende der Sommerferien am Vormittag nicht mehr in´s System (für die, die es noch nicht mitbekommen haben: ich bin hauptberuflich Steuerfachangestellte und arbeite in Teilzeit von zu Hause aus, bin also mit dem Büro vernetzt), da eine neue Azubine angefangen hat und so habe ich plötzlich den Vormittag (ich trau mich kaum, es zu schreiben) zu meiner freien Verfügung! Anfangs fand ich das doof, da ich ja meine Arbeit nun erst am Nachmittag oder Abend erledigen kann; ist ja nicht gerade einfach, mit den diversen Freizeitaktivitäten der Kinder und dem Taxi Mama, das immer noch hier und da zum Einsatz kommt; jetzt finde ich es toll, da ich plötzlich Nähzeit ohne Ende habe! Okay, das bisschen Haushalt muss natürlich jetzt auch am Vormittag erledigt werden... *örgs* (Haushalt? Was war das noch gleich?)

Und was mach ich mit meiner Nähzeit? Klar! Ein bisschen Herbstklamöttchen schaffen... und Wunscherfüllerin für meine Mädels spielen ♥ Ich genieße jetzt erst einmal diese Phase, bevor sich mein Chef überlegt, die Lizenzen und somit die Anzahl der gleichzeitig arbeitenden Arbeitsplätze aufzustocken ;) Also psssssst! Nichts verraten, ja?


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Wenn das kleine Tochterkind sich von Mama benähen lassen will und sich den tollen Lightflowers Florella von Verena Münstermann @Jodysart erhältlich über Lillestoff aussucht, den ich eigentlich für mich gekauft hab, dann macht es umso mehr Spaß! Schaut mal...


Einen Ballonrock hat sie sich gewünscht.


Und Katerchen musste natürlich auch mit auf´s Bild ;)


Die Legging ist aus Hamburger Liebe "Ringadingdong" aus der Serie Sweet Life entstanden, passend zum Bündchen des Ballonrockes. Der Unterstoff lugt nur auf dem zweiten Bild ein wenig raus. Dafür habe ich ebenso Hamburger Liebe genommen und den "Fly bird, fly!" aus der Serie "Fly" vernäht.


Und damit die Schwester unseres Katerchens nicht zu kurz kommt, durfte sie natürlich auch noch mit dazu ;)


Zu dem Shirt darf ich erst nächste Woche etwas sagen. Daher sind hier alle Bilder geschnitten. Noch ist es nämlich strengstens geheim ♥
Freut euch auf einen super tollen Schnitt von Fräulein Blomma ehemals Natis Nähatelier - ein absolutes Must Have ♥

Habt es fein und schaut nächste Woche nochmal rein, dann gibt es das Outfit im Gesamten zu sehen und auch ein paar Varianten zu dem neuen eBook von Fräulein Blomma ♥

Liebste Grüße
Katarina



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