Montag, 26. Oktober 2015

Einer dieser Tage...



























Kennst du das?

Du hast viele schöne Projekte auf deiner Liste. Okay, auch so ein paar weniger schöne. Aber egal. Jedenfalls liegt sie da vor dir, deine To-Do-Liste. Auch wenn sie nur im Kopf existiert. Denn mal ehrlich; wer will das schon? Sich schwarz auf weiß vor Augen führen, dass der Berg unerledigter Dinge zum Mount Everest anwächst.





























Es gibt so Tage, da bist du voller Tatendrang. Da bist du hoch motiviert und mutierst zum Erlediger vom Dienst, hakst voller Elan ab und fühlst dich großartig, wie am Fließband abarbeiten zu können.





























Ja, diese gibt es, soll es geben, gab es, schon mal öfter, oder immer mal wieder, manchmal, manchmal auch öfter. Und doch gibt es dann und wann, selten, aber es gibt sie, diese Tage, die Niemand braucht, die du gerne vergessen möchtest, aber nicht kannst, da du mitten drin steckst und du hast das Gefühl, der Tag, dieser eine Tag will kein Ende nehmen...





























Du sitzt da und findest dich wieder in mitten einem verregneten, diesigen Oktobertag, der eher einem klassischen Novembertag ähnelt, dein Kopf fühlt sich benebelt an und rauscht - vielleicht hat es auch nur mit der Zeitumstellung zu tun; auch die braucht kein Mensch (!) - du agierst wie ferngesteuert und bist nicht du selbst, du beobachtest dich, fern, abwesend, weit ab vom Geschehen.




























Immer wieder schießt dir durch den Kopf, was noch erledigt werden muss. Aber irgendjemand muss dir heimlich Sekundenkleber unter die Füße gepinselt haben. Du rührst dich nicht vom Fleck. Du lenkst dich ab, liest viel, und liest doch gar nichts. Eine Leere überkommt dich und trifft dich mit voller Wucht mitten in dein Herz.




























Da ist er, einer dieser Tage. Er gehört seit einigen Jahren zu deinem Leben dazu, alljährlich. Ein sich Wehren nutzt nichts. Lass es passieren, lass dich treiben, er geht vorüber. So, wie er gekommen ist. Morgen fühlt sich der Tag wieder wie Alltag an, nicht mehr so grau, nicht mehr so trüb, bis im nächsten Jahr dieser eine Tag dich wieder heimsucht.



























In Gedanken und Gedenken
Katarina

Kommentare:

  1. Das hast du so wundervoll in Worte und Bilder gebracht! Ich drück dich gaaaanz feste :-*

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